Nachlese Bundes-Radsport-Treffen 2018 in Langenselbold

  • Kategorie: BRT-2018
  • Veröffentlicht: Freitag, 07. September 2018 10:55
  • Geschrieben von Super User
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Das Bundes-Radsport-Treffen 2018 (BRT2018) beschäftigt uns schon über 2 Jahre. In dem Jahr, als unser damaliger 1. Vorsitzender Erich Wejwoda tödlich verunglückte, wurde das Thema BRT2018 das erste Mal an den Bezirksvorstand herangetragen.

Von Anfang an mit involviert waren Heinrich Clemens, Langenselbolder RTF-ler, Klaus Stangel und Otto Kunkel. Diese drei versuchten uns, dem Bezirk, das Thema BRT schmackhaft zu machen. Da der Bezirk bis dahin noch nie als Team zusammengearbeitet hatte und bis dahin schon gar keine solche Großveranstaltung durchgeführt hatte, waren wir etwas reserviert. Einzig Karl-Heinz Picard, unser RTF-Fachwart, war von Anfang an positiv gestimmt. 

Karl-Heinz war und ist auch unsere treibende Kraft, ohne den wir das BRT2018 nicht bewältigt hätten.

Gerade rechtzeitig stieß Jürgen Bamberger (Blümmel) zu uns und übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden. Auch Jürgen sah im BRT2018 eine Chance für den Bezirk, sich neu aufzustellen.

Wir machten uns die Entscheidung, ob wir als Ausrichter des BRT2018 antreten wollten, nicht leicht. Das Thema wurde auch in der Bezirks-Jahreshauptversammlung kontrovers diskutiert. Finanzielles Risiko!? Versicherung!? Verantwortung für die Strecken!? Rahmenprogramm!? Homepage!? Helfer-Dienstplan!? Bühne!? Beschallung!? Zusammenarbeit mit der Stadt Langeselbold!? Sponsoren!? Alles Fragen und Aufgaben, die erledigt werden mussten. Dazu die Ungewissheit, wieviele Starter würden denn wohl kommen? Hält das Wetter?

Mit der Entscheidung, "ja, wir machen das" , wurde der Antrag beim BDR gestellt. Parallel wurde schon mal die Herrnscheune in Langenselbold reserviert. Karl-Heinz Picard stellte sich als sportlicher Leiter zur Verfügung. Dies war die wichtigste Position in diesem ganzen Gefüge. Karl-Heinz leitete alle RTF-Sitzungen, in der die RTF-Vereinsvertreter, die sich bereiterklärten für einen Tag Verantwortung für die RTF zu übernehmen, saßen und gemeinsam die Strecken koordinierten. Hier ist zu erwähnen, dass wir als Bezirk nicht genügend RTF-Vereine hatten um alle 7 Tage abzudecken. Glücklicherweise bekamen Hilfe aus Ilbenstadt, Wölfersheim und Neu-Isenburg. Somit war die Kernarbeit abgesichert.

Man kann sagen, dass wir nun knapp 2 Jahre mehr oder auch weniger intensive Vorbereitungsarbeiten hinter uns haben. Gegen Juni/Juli 2018 wurde es deutlich intensiver. Beide Gremien tagten regelmäßig. Die RTF-Truppe und der BRT-Vorstand. Und Karlheinz immer mittendrin. Ein sehr spezielle Aufgabe übernahm Otto Kunkel. Er leitete den "Campingplatz" mit allem was dazugehört. Anmeldung, Stromversorgung, Toilettenentsorgung usw... Glücklicherweise durften wir hierfür das Gelände und die Toiletten des TV Langenselbold benutzen. Vielen Dank an die Turner.

Uschi Meyer übernahm die Kasse für das BRT2018. Alle Geldbewegungen liefen über sie. Michael Schulz kümmerte sich um die Beschallung und das Rahmenprogramm. Einrad/ Kunstrad/Radball/ Musik?. Und Jürgen hatte die Gesamtleitung. Ein zusätzliches Aufgabenfeld war das Bergzeitfahren. Die Strecke fand Jürgen eher zufällig. Auf dem Weg zu den Naturfreunden Langenselbold stellte Jürgen fest, - die Strecke drängt sich förmlich auf als Bergwertung! -. Schon war das Bergzeitfahren geboren. Die Naturfreunde beherbergten 25 Dänen, die jedes Jahr zum BRT anreisen.

Sponsoring war ein Riesenthema. Die Bühne bekamen wir von Maingau. Für die Verpflegung auf den RTF-Strecken fand sich leider kein Sponsor, außer der Fa. Krombacher, die recht kurzfristig noch einen Kühlwagen voll alkoholfreim Bier zur Verfügung stellte. Die Fahrfläche auf der wir unsere Hallenradsportarten präsentieren wollten war bis im Juni nicht geklärt. Hier sprang am Ende der Main-Kinzig-Kreis ein und finanzierte uns das Material. Über kleine Anzeigen in der neuen Bezirkszeitung konnten wir noch ein paar Euro generieren. Es war bis zum Ende spannend und alle fieberten auf den 22. Juli hin.

Mit dem Startschuss zum RTF-Marthon, der von HRV-Vizepräsidentin Breitensport Mareva Oberleithner ausgeführt wurde, begann die Radsportwoche pünktlich am Sonntag Morgen um 7:00 Uhr. 

Nun sollte sich zeigen, ob an alles gedacht wurde.

Um es kurz zusammenszufassen, ja, wir hatten an alles gedacht, nur dass es so heiß würde und so viele Starter kommen würden, hätten wir nicht gedacht. Mit dem Wetter hatten wir keine Vereinbarung. Wir orientierten uns, was die Starter anging, an der Online-Anmeldung. Doch es kamen etwa die doppelte Anzahl an Radlern, die, weil es über die Woche so heiß war, doppelt so viel tranken als von uns eingeschätzt. Das konnte uns aber nur am ersten Tag schockieren. Danach wussten wir Bescheid und richteten uns entsprechend. Am Sonntag hofften wir auf mehr Zuschauer aus Langenselbold. Denn für die war unter anderem auch unser Rahmenprogramm abgestimmt. Mit Vorführungen der Hallenradsportarten Einrad, Kunstrad und Radball, sowie das Selbolder Spielmobiel, die "kecke Schnecke" waren wir gut aufgestellt. Die Hallenradsportarten wurden auch interessiert angeschaut und teilweise auch getestet. 

Das Bergzeitfahren mauserte sich zum Highlight unseres Rahmenprogramms. Mit exakt 100 Startern übertraf die Starterliste unsere Erwartungen. Dank der Naturfreunde Langenselbold, die Ihren Biergarten und Ihre Gartendusche zur Verfügung stellten, sowie der Klapprad-Gang Langenselbold, die sogar mit einem Materialwagen hinter ihren 2 Startern herfuhren, wurde dieses Event eine tolle Veranstaltung. Natürlich nicht zu vergessen die Fahrer, die sich bei dieser Hitze den Berg herauf quälten. Der schnellste Radler benötigte 3 Minuten und 46 Sekunden um auf den Wingertsküppel zu kommen. Was einen durchschnittliche Geschwindigkeit von über 30 km/h bedeutet. Markus Seipp moderierte den Start am alten Marktplatz in Langenselbold und später die Siegerehrung bei den Naturfreunden. Michael Schulz kommentierte den Zieleinlauf am Wingertsküppel und sorgte auch bei der Siegerehrung für den guten Ton. 

Mit Vorführungen und Workshops zu unseren, im Bezirk vertretenen Radsportarten, konnten wir etwas Abwechslung in die RTF-Veranstaltung bringen. Die Fachwarte Einrad, Kunstrad und Radball organisierten tolle Vorführungen, Workshops und ein Radballturnier. Spezieller Dank geht hier an die Kunstradler des TSV Langenselbold, die Einradlerinnen vom TSV Dudenhofen und RV Germania OF Bieber sowie die Radballer aus Langenselbold und Offenbach Bieber.

Auch unsere beiden Weinabende wurden gut angenommen. Obwohl wir keine Live-Musik hatten, kamen doch einige Gäste, um am Abend nochmal gemütlich beim Wein zusammen zu sitzen. Mit Sina Schulz konnten wir eine Künstlerin aus der Umgebung an Land ziehen, die zum einen mit ihren Bildern die Herrnscheune zur Kunstgallerie verwandelte und außerdem 2 Kunstkurse anbot, die der ein oder anderen Radfahrerin als Abwechslung gerade Recht kam.

Die Schlussveranstaltung begann am Nachmittag nachdem alle Fahrer die anstrengende RTF / CTF-Tour absolviert hatten. Mit dem Einmarsch der Vereinsvertretern mit Ihren Vereinsfahnen wurde die Abschlussveranstaltung offiziell eröffnet. Bernd Schmidt führte durchs Programm. Nach den Dankesworten unseres Ersten Vorsitzenden Jürgen Bamberger und Dankesworten von Bernd Schmidt wurden die 30 stärksten Vereine geehrt. Die Bundesehrengilde bedankte sich beim Veranstalter mit Urkunden und Wandteller. Gegen 16:30 Uhr war alles vorbei. Die allermeisten freuen sich auf das nächste Jahr, wenn es nach Neustadt an der Weinstraße geht. Dort wird das BRT2019 ausgerichtet.

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